
Kronen Zeitung
VON 2. LIGA ZU BAYERN
Jammern war für Christoph Freund nie eine Option
Vom Zweitliga-Kicker zum FC Bayern München. Christoph Freund hat einen beachtlichen Karriereweg hinter sich. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Florian Gröger ...
Im Fußball führen nach der Karriere zwei Wege nach oben. Ein großer Name – oder hart erarbeiteter Erfolg. Christoph Freund gehört als Ex-Zweitliga-Kicker, der nach dem Unfalltod des Vaters die Tischlerei in Leogang übernehmen musste, zu Zweiteren. Als ein Salzburg-Mitarbeiter vor 20 Jahren einen Auftrag an die Tischlerei vergab, kam der Kontakt zustande. Nach acht Meistertiteln in acht Jahren (dazu sechs Cup-Triumphe und der Einzug ins Champions-League-Achtelfinale) als Sportchef folgte 2023 der Wechsel zu den Bayern. Sportdirektor! Dem ein Jahr später mit Max Eberl ein Sportvorstand vor die Nase gesetzt wurde. Für Teamplayer Freund kein Problem. Arbeiten, nicht jammern – so tickte der 48-Jährige schon immer.
Ohne ihn tritt Salzburg auf der Stelle, kein Trainer kam an die Ausbeute der Freund-Ära um Oscar Garcia, Marco Rose, Jesse Marsch oder Matthias Jaissle heran, die sportliche Führung wechselte (zu) oft. Wahrscheinlich war es sein Abschied, der die Liga nach vielen Titelsolos wieder spannend machte. Und vielleicht dreht im Klub manch einer wehmütig den Schlager aus der Tonfilm-Operette „Die Drei von der Tankstelle“ auf: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt …“
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Bild: FC Bayern











